Maak iedereen tot vijand van elkaar

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Een actueel aandoend bericht uit Israël over Jordanië. En meer. Bron: “Blätter” – 1956.

Israel’s Secret Plan to Nuke the Egyptian Desert

Angelsächsischer Teilungsplan für Jordanien?

Kurz vor seiner Einberufung zum Wehrdienst (er gehört einer Reserveformation an, die zum Angriff auf Ägypten mobilisiert wurde) hat uns ein Journalist aus Israel den nachstehenden Bericht gesandt, der zwar erst sehr verspätet angekommen ist, aber doch bemerkenswerte Perspektiven eröffnet.

Die “ernsten Befürchtungen” namentlich gewisser englischer und amerikanischer Kreise hinsichtlich des jordanischen Wahlergebnisses vom 24. Oktober sind durchaus bestätigt worden: die Befürworter des pro- englischen Kurses und des Bagdadpaktes haben eine schwere Niederlage erlitten. Und schlagartig änderte sich auch die Einstellung der Presse, nicht nur in England, sondern leider auch bei uns in Israel, wie auf Kommando gebrauchten vor allem die die Regierung stützenden Blätter Wendungen wie die von “dem nur noch künstlich am Leben erhaltenen Staate Jordanien” und ähnliche mehr. Man konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, als ob unsere verantwortlichen Männer nichts so gern gesehen hätten wie einen Waffengang gegen unseren östlichen Nachbarn.
Seit den ersten blutigen überfällen arabischer Freischärler und Infiltranten im August d.J. innerhalb unserer Grenzen (und seit den entsprechenden “Vergeltungsangriffen” israelischer Einheiten auf arabisches Gebiet) sind die Stimmen ernstzunehmender Männer in Ägypten, in Jordanien usw. nicht verstummt, daß England der Anstifter und Initiator solcher “Zwischenfalle” sei und daß wieder England nur der lachende Dritte sein könne, wenn die Regierung von Israel wie der Stier aufs rote Tuch reagiere. Denn London will von seinen sehr konkreten Plänen am Suezkanal ablenken und könnte nichts so gut gebrauchen wie einen Krieg am Jordan: das gäbe eine zweite Front, würde Kairo beschäftigen und Syrien schwächen, müßte den Bagdadpakt und im Hintergrunde die irakische Regierung Nuri es Said stärken. Mögiicherweise könnten die Engländer das sogar zur bewaffneten Intervention gegen Nasser benutzen… daran liegt ihnen bestimmt eine ganze Menge.

Wenn man die arabischen Sendungen abhört, die fast pausenlos von den britisch betriebenen Rundfunkstationen in Bagdad und Zypern ausgestrahlt werden (Generaldirektor des englischen Zypern-Senders ist pikanterweise der ehemalige Hochkommissar für Palästina, H. McMichael!), hört man ständig neue Angriffe gegen Nasser: er wolle nur die Aufmerksamkeit der Araber von ihrem Hauptfeinde Israel ablenken, indem er auf der Suez-Frage herumreite. Diese Kriegshetze ist neuerdings so toll geworden, daß selbst der (bestimmt nicht englandfeindliche) Präsident der zionistischen Weltorganisation Dr. Nahum Goldmann dieserhalb in London hat protestieren müssen. Ob mit Erfolg? – Wohl kaum!

Betrüblich ist die Kurzsichtigkeit bei uns – die aggressiven Elemente schreien immer lauter. Als kürzlich Begin, der Vorsitzende der nur noch faschistisch zu nennenden Cherut-Partei, aus Paris zurückkehrte, posaunte er stolz aus, daß seine Vorschläge zur kriegerischen Aktion gegen die Araber am Quai d’Orsay mit Begeisterung und Jubel begrüßt worden sind. Die “New York Times” veröffentlichte einen Bericht ihres Korrespondenten aus Tel-Aviv, die die Regierung unterstützende Partei Achdut Haavoda habe vorgeschlagen, man solle in den Zeitungen von Israel nicht mehr von Vergeltungsangriffen auf die Araber sprechen, sondern von Befreiungsaktionen. Das bedeutet selbstredend Aggression und Besetzung, genau so, wenn gewisse Blätter immer vernehmlicher fordern, es sei an der Zeit, “Ordnung in Jordanien” zu schaffen. Durch einen Angriff Israels-?? In dieselbe Kerbe treffen die langen und intensiven Beratungen unserer Regierung, was sie unternehmen solle und werde, falls Syrien oder der Irak Truppen nach Jordanien schicken. Die Zahl derjenigen, die einem solchen planmäßig geschürten Wahnsinn öffentlich entgegentreten, schmilzt ständig mehr zusammen — warum ich dagegen bin, brauche ich Ihnen wohl nicht genauer zu begründen.

Ich kann mir nicht helfen: es riecht nach Brand. Und mit mir wird so mancher den Verdacht nicht los, daß unsere Minister ein sehr großes Spiel spielen, um aus der allgemein für bald erwateten Aufteilung Jordaniens zwischen dem Irak und Israel ein möglichst großes Stück davonzutragen. Als wenn wir noch nicht genügend Feinde unter den Arabern hatten! Als ob wir uns noch mehr Rüstungen aufhalsen müssen, die uns schon jetzt an rascher Förderung wichtiger Aufbauwerke hindern! Als ob das alles effektiv dem Frieden diente, der von unseren Offiziellen so gern und so laut zitiert wird!

Es ist nicht selten so, daß man sich fragt, ob wirklich die ganze Umwelt so verrückt ist, das nicht zu sehen, und man selbst allein noch gesunden Sinnes sei, und gelegentlich möchte man sogar alles hinwerfen und weg gehen, weit weg, um nichts mehr zu hören, und sich mit Gedanken und Vorstellungen zu plagen, die doch nichts fruchten.. .

Moshe Ymerglik, Jerusalem

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