Pedro Calderón: “La vida es sueño” – 1635

· theater
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Das Leben ein Traum – La vie est un songe
Naar Pedro Calderón de la Barca in de versie van Koen Tachelet
Met muziek van Peter Vermeersch, onder de regie van Johan Simons.
Ruhr Triennale 2006 – Maschinenhalle Zeche Zweckel Gladbeck

Pedro Calderón de la Barca

Pedro Calderón de la Barca y Barreda Ganzalez de Henao Ruis des Blasco y Riaño (* 17. Januar 1600 in Madrid; † 25. Mai 1681 ebenda): Spanischer Dramatiker und Poet.

Calderón stammte aus einer spanischen Adelsfamilie. Sein Vater hatte das Amt eines Schatzmeisters am spanischen Hof inne. Er verlor jedoch seine Eltern relativ früh: Seine Mutter, die flämischer Herkunft war (aus Mons/Hennegau – daher der Namenszusatz “Henao”), starb bereits 1610. Calderón besuchte ab 1614 das Jesuitenkolleg in Madrid mit dem Ziel Priester zu werden. Bereits während dieser Zeit begann er sich mit Literatur zu beschäftigen. Er setzte seine Ausbildung durch ein Jurastudium an der Universität Alcalá de Henares und der Universität Salamanca fort, brach es jedoch 1620 ab, um Soldat zu werden.

Er nahm 1620 bis 1622 mit Erfolg an einem Literaturwettbewerb teil, der zu Ehren von St. Isidor in Madrid abgehalten wurde. Lope de Vega, der der Organisator dieses Wettbewerbs war, schrieb: “Ein Preis wurde an Don Pedro Calderón vergeben, der in seinem Alter Lorbeeren gewinnt, welche die Zeit nur ergrautem Haare zu geben pflegt.”

In den folgenden Jahren gewann er rasch an Ansehen als hervorragender Dramatiker. Nach dem Tod von Lope de Vega 1635 übernahm er dessen Stelle als Hofdramatiker. Er wurde als der beste Dramatiker seiner Zeit anerkannt. Ein Band seiner Stücke, den sein Bruder José 1636 herausgab, enthielt die zur damaligen Zeit gefeierten Werke wie “La Vida es sueño” (Das Leben ein Traum), “El Purgatorio de San Patricio”, “La Devoción de la Cruz”, “La Dama duende” (Dame Kobold) und “Peor está que estaba”. 1636 bis 1637 wurde Calderón von Philipp IV. zum Ritter des Santiago-Ordens gemacht, der bereits eine Reihe von Stücken für das königliche Theater in Buen Retiro in Auftrag gegeben hatte. Er war beim Publikum genauso beliebt wie Lope de Vega auf dem Höhepunkt seines Ruhms.

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Over de voorstelling op de Ruhr Triennale:

Die Angst frißt ihre Kinder

Bei Calderón, dem Theaterdichter des spanischen Barock, ist „Das Leben ein Traum“. In der Inszenierung der Ruhrtriennale ist es halb eine surreale, halb eine lexikalische Angelegenheit. Und statt Gottes Gnade empfindet der Prinz nur Angst.

29.08.2006, von Andreas Rossmann

„Ich habe Angst”: Aus Greidanus und Katja Herbers in „Das Leben ist ein Traum”

Das schmale Gleis, das längs in den Raum gelegt ist, gehört nicht zum Inventar. Anders als der querstehende „Umformer“, ein zur Großskulptur erstarrtes Industrierelikt mit mannshohen Rädern, ist es ein Stück Bühnentechnik, das in der Maschinenhalle der Zeche Zweckel in Gladbeck gerade so für die Aufführung installiert wurde wie die neugotisch dekorierte Wand aus Sperrholz gegenüber. Die Lore, die, wenn die Klapptür darin aufgeht, hereinfährt, ist drehbar und Couch, OP-Tisch und Zirkuspodest zugleich. Sigismund, der von seinem Vater, König Basilius, in einen Turm gesperrt wurde, wird als krudes Schaustück vorgeführt: Ein zuckendes Wesen, halb Mensch, halb Tier, „tot lebendig“, aber auch – die Unterhose hat etwas von einem Lendenschurz – ein Lazarus, der wiederaufersteht.

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Bronnen: Arte en Frankfurter Allgemeine

Foto: © DPA

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