Usmar Ismail: After the Curfew (1954)
Lewat Djam Malam
Het is overduidelijk voor wie onderstaande documentaire heeft gezien, glanzend, gemotoriseerd blik, bepaalt het gedrag in onze openbare ruimte en bepaalt hoe ze ingericht wordt. Op een andere docu vallen opnames van dezelfde plek te zien uit 1975 (vanaf ±25′). Het is deze machinerie gelijk een gemobiliseerd leger in tijden van afwezigheid van direct oorlogsgeweld, dat aangeeft dat we in het geheel niet vrij zijn en alles wat leeft en leefbaar is beroofd wordt van alle vrijheid. Het weerspiegelt tevens dat democratie een holle frase is als ze serieus genomen zou worden.
Kapitalisme en vrijheid tot leven, van jong tot oud, gebruik makend van al onze zintuigen in een ruimte die allen toebehoort sluiten elkaar wederzijds uit. Hiertoe heeft geen enkele gemeenschap ooit besloten, ze werd steeds opgelegd, gedicteerd door een technologische ontwikkeling, die werd voortgedreven door de wens tot kapitaalaccumulatie. Een zeer profijtelijke is die van de wapenindustrie, een zusje van het autosysteem. Deze schept er zelfs de benodigde infrastructuur voor.
LEA YPI ÜBER FREIHEIT
Mariia Fedorova

Mit ihrem autofiktionalen Roman “Frei” hat Lea Ypi vielleicht eines der besten Bücher über das Leben im Realsozialismus und die Folgen der Wende geschrieben. Heute unterrichtet Ypi Marxismus an der London School of Economics. Sie ist Professorin für politische Philosophie und Autorin renommierter Bücher über Immanuel Kant. Den Roman schreibt sie aber nicht aus der Perspektive einer Philosophin, sondern aus der Perspektive eines Kindes. So lustig und von sehr viel Leichtigkeit getragen. Am Ende des Buchs bekam ich aber einen Kloß im Hals, als ich ihre Tagebuchaufzeichnungen aus der Schule las: Als Teenager erlebt Ypi die bürgerkriegsähnlichen Unruhen in Albanien. Die waren die Folge der kollabierten Pyramidensysteme, in die viele Familien ihr ganzes Erspartes investiert hatten. Ypi zeigt sehr drastisch, wie die ökonomische Freiheit (freie Märkte, freie Initiative, “Schocktherapien”, “Strukturreformen”) nicht die gewünschte politische Gleichheit mit sich brachte. Wie ihre Familie trotz des Lebens in mehreren politischen Systemen keine Gesellschaft erlebt hat, die ihren Vorstellungen von Freiheit gerecht wurde. Sie schreibt: “Eine Gesellschaft, die von sich behauptet, jedes ihrer Mitglieder könne sein Potenzial entfalten, die es aber nicht schafft, jene Strukturen zu ändern, die einen Teil dieser Mitglieder vom Erfolg fernhalten, ist ebenfalls repressiv.”
Egal ob ihr das Buch kennt oder nicht – schaut Euch unbedingt dieses lange Interview mit Lea Ypi an. Sie reist zurück nach Durres, wo sie aufgewachsen ist. Es ist ein Reisebericht, ein kluges Gespräch über die Geschichte Albaniens und über die aktuelle Politik. Ypi erklärt auch, was Kant mit dem Begriff Freiheit gemeint hat und warum er für sie so wichtig ist – in der klaren und verständlichen Sprache ihres Romans.
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Newsletter BR – 10 mei 2024
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