Edna St Vincent Millay

Arnold Genthe: Edna St Vincent Millay (1914)




Aan leven, zichzelf zijn, gevoelens uiten, liefhebben, daar komen fascisten slechts met grote moeite aan toe. Zij wel, Edna St Vincent Millay. In haar eentje vertegenwoordigde ze alles wat fascisten verafschuwen.

My candle burns at both ends;
It will not last the night;
But ah, my foes, and oh, my friends–
It gives a lovely light!

Een feature van Manuela Reichart: “Meine Kerze brennt an beiden Enden”.

 

 

Sie war eine moderne Frau – und als Dichterin eine geniale Traditionalistin. Der Sänger Johnny Cash liebte sie und trug am Ende seiner Konzerte gerne eine ihrer Balladen vor. Die Schauspielerin Katharine Hepburn zitierte sie in einem Hollywoodfilm. Der Schriftsteller Rudolf Borchardt sah in ihr die neue Sappho. Und der britische Autor Thomas Hardy meinte, Amerika habe überhaupt nur zwei große Attraktionen zu bieten – die Wolkenkratzer und die Poesie von Edna St. Vincent Millay.
Doch die Frau, die sich nicht an Regeln hielt, die Männer und Frauen liebte und ein ausschweifendes Leben führte, war irgendwann nicht mehr gefragt und wurde schließlich vergessen. Sie starb mit 58 Jahren am 19. Oktober 1950 einsam und krank, süchtig nach Morphium und Alkohol. Manuela Reichart porträtiert Edna St. Vincent Millay.


Produktion: Hessischer Rundfunk, 2018

 



Uitgelichte foto: Arnold Genthe – bron © Library of Congress

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