De kille stad

Martial Lenoir: Reflections of Disorder


 

jur kuipers

 

RadioEins Podcast “1929 – Das Jahr Babylon”.
In één woord: GEWELDIG!
 

Over de teloorgang van de “Weimarer Republik”, in twee series in elk 6 delen (van elk ca. 30 minuten)…

De maatschappelijke verloedering en tegenstellingen in het Berlijn van 1929, de opkomst van het Nationaal Socialisme, de financiële crisis, dit terwijl je heen en weer geslingerd wordt naar onze tijd.
Er zijn verschillen, maar ook evidente overeenkomsten.

Griezelig eigenlijk.
 
Zelf beluisterde ik de hele serie via “ARD Audiothek – app” op mijn iPad.
 
Hier link naar het eerste deel op internet: Die Kalte Stadt
 

De tweede serie vertelt o.a. over het totstandkomen van de UFA-speelfilm  “Der Blauwe Engel” en over hoe Marlene Dietrich werd gecast voor de hoofdrol in deze eerste Duitstalige geluidsfilm.

Dit ook weer parallel met zaken die in die tijd plaatsvonden en het vergelijk met onze tijd.
 
Aan het eind van het laatste deel horen we Marlene Dietrich “Sag mir wo die Blumen sind” zingen tijdens een TV-optreden begin jaren 60 van de vorige eeuw.

 

Marlene Dietrich UNICEF GALA 1962 ” sag mir wo die Blumen sind “


Dat lied krijg ik niet meer uit mijn kop na het beluisteren van deze Podcast.
Aangrijpend.
Brok in de keel.
 
Na het beluisteren van deze podcast kan ik alleen maar zeggen:
Helaas leren de meeste mensen maar weinig van de geschiedenis, – dit omdat de meesten onder ons zich niet voor geschiedenis interesseren lijkt het zich op veel vlakken telkens maar weer te herhalen.
Zie Trump, Wilders, Baudet, – fascisme, terug van nooit weg te zijn geweest, – het succes van complotdenkers die het publieke domein vervuilen, antisemitisme, “fake news”, toenemende onvrede….
 
Desondanks wil ik een ieder aanmoedigen deze Duitstalige serie te beluisteren.
 
De podcast voelt bij mij als een waarschuwing.
Dit “Opdat wij niet vergeten”!
 
Zegt het voort!




1929 – DAS JAHR BABYLON

In der sechsteiligen radioeins-Podcastserie „1929 – Das Jahr Babylon“ erzählt der Berliner Autor und Regisseur Volker Heise von einem Jahr des Umbruchs in Berlin. Im Mittelpunkt jeder Episode steht ein Kriminalfall, der sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Heise rekonstruiert mit Hilfe von Experten den Fall und die Zeit, in der er spielt – durch Akten und Berichte, durch Tagebuchaufzeichnungen und Zeitungsmeldungen.

Folge 1 – Die Kalte Stadt
Der Winter hat Berlin fest im Griff. Im Januar wird eine Frau tot gefunden in ihrer Wohnung, Ursache unbekannt. Verschiedene Verlobte tauchen auf und verschwinden auch wieder. Zeugen behaupten, sie sei auf den Strich gegangen, aber die Schwester dementiert. Eine Reise zu den Gangs von Berlin, den Ringvereinen und ihren Ratten, und in das Viertel um den Schlesischen Bahnhof: die Menschen kommen an, sie erobern die Stadt oder werden von ihr verschlungen.

Folge 2 – Die Baracken
In einer Laube in Lichtenberg, den Slums von Berlin, findet ein Mann seine ermordete Frau. Die Nachbarn berichten von Streit und Schlägen unter den Eheleuten. Der Mann wird verhört, er bestreitet die Tat. Eine Reise zur modernsten Mordkommission Europas, in das Leichenschauhaus an der Hannoverschen Straße und die Hinterhöfe der Stadt: zu enge Wohnungen, zu große Nähe unter Menschen. Aus Liebe wird Hass und aus Begehren wird Mord.

Folge 3 – Feindliche Brüder
Die Arbeiterparteien dominieren Berlin, SPD und KPD haben die Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung und auf der Straße. Die Stadt gilt als links, modern, kosmopolitisch. Aber die beiden Parteien sind sich seit der niedergeschlagenen Revolution 1918 gegenseitig der größte Feind. Ein Kampf unter Brüdern, der am 1. Mai seine nächste blutige Eskalation erfährt. Eine Reise in die proletarische Stadt, in das Arbeitermilieu, mit Blick nach Moskau und zur Weltrevolution, die jeden Tag kommen kann. Die Einen erhoffen sie, die Anderen fürchten sie.

Folge 4 – Frucht des Leibes
In Berlin taucht ein neuer Frauentyp auf: unabhängig, berufstätig, Abenteuern aufgeschlossen. Sie arbeitet in Büros oder im Theater, sie ist Journalistin oder Ärztin und fordert ihre Rechte ein. Doch wenn sie schwanger wird, ist die Freiheit vorbei. Im Juli erhebt der Staatsanwalt Anklage gegen eine sogenannte Engelmacherin. Sie soll illegal Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen haben. Der Prozeß beginnt.

Folge 5 – In der Krise
Berlin feiert. Aus ganz Europa kommen Besucher, um in das Nachtleben einzutauchen. Die Stadt gilt als freizügig, die Bars sind die ganze Nacht offen, Sex gibt es an jeder Ecke und Kokain auch. Aber die Stadt ist so arm, dass sie sich nicht einmal ihre Armut leisten kann. Kredite aus Amerika halten sie am Leben – bis die Blase an der Wall Street platzt und die Goldenen 20er Jahre am 3. Oktober ihr Ende finden. Das Spiel ist aus, aber wie geht es weiter?

Folge 6 – Der Aufstieg
Die Nationalsozialisten sind eine kleine Minderheit in der Stadt, aber sie wollen die Macht über die Straße und die Köpfe. Ihre Mittel sind Propaganda und Terror, ihr Gauleiter heißt Joseph Goebbels, er soll die rote Festung schleifen. Die nächste Wahl zur Stadtverordnetenversammlung steht an und das Klima verschärft sich.

HERBST 1929 – SCHATTEN ÜBER BABYLON

Der Berliner Autor und Regisseur Volker Heise erzählt in einer neuen Podcastserie zum Start der dritten Staffel von „Babylon Berlin“ über sechs Episoden hintergründig und spannend von den letzten goldenen Tagen der 20 Jahre: Die Zeit, bevor der Winter einbricht.

Im Herbst 1929 begegnen und beeinflussen sich zwei Lebensläufe, die unterschiedlicher nicht sein können: die Lebensläufe von Alfred Hugenberg, Verleger und völkischer Politiker, und von Marlene Dietrich, Schauspielerin und kommender Weltstar. Der eine Lebenslauf führt in das Dritte Reich, der andere führt nach Hollywood. Im Herbst 1929 verweben sie sich eng ineinander, während die Republik von politischen Verwerfungen geschüttelt wird. Die Gesellschaft ist polarisiert, eine Wirtschaftskrise droht.

Teil 1: Die graue Eminenz
Spätsommer 1929 – Die Weimarer Republik feiert ihren zehnten Geburtstag. Außenminister Gustav Stresemann handelt mit den Alliierten den Young-Plan aus, der die deutschen Reparationszahlungen nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg endgültig regeln soll. Die Zeitungsstadt Berlin erlebt derweil ihre Blüte, denn in der Hauptstadt gibt es dutzende Tageszeitungen und unzählige Magazine für jeden Geschmack. Der einflussreiche Verleger und Monarchist Alfred Hugenberg, dem unter anderem auch die UFA gehört, verbündet sich mit dem aufstrebenden NSDAP-Politiker Adolf Hitler.

Teil 2: Das laute Bild
Eine neue Zeit bricht an, der Bild wird laut: der Tonfilm erobert das Kino und das Radio macht den Zeitungen Konkurrenz – es ist schneller und man kann es hören. Hollywood-Regisseur Josef von Sternberg, der den ersten großen Tonfilm der UFA machen soll, hat einen Stoff für seinen Film gefunden, ein Drehbuch ist in Arbeit, der Film soll „Der blaue Engel“ heißen. Nur eine Hauptdarstellerin fehlt ihm noch. Von Marlene Dietrich hat er noch nie gehört. Medien-Mogul Hugenberg lässt vor den Toren Berlins in Babelsberg neue Studios bauen.

Teil 3: Der frühe Tod
Filmregisseur von Sternberg glaubt seine Hauptdarstellerin gefunden zu haben: Marlene Dietrich. Doch er stößt auf Widerstand. Die UFA – Bosse legen ihr Veto ein und auch dem Star des Films, Emil Jannings, gefällt die Idee überhaupt nicht. Mit einer Gage von 250.000 Reichsmark verdient er zehn Mal so viel wie seine Kollegin. Mit dem frühen Tod von Gustav Stresemann verliert die Weimarer Republik ihren Außenminister und den wichtigsten Gegenspieler der Republikfeinde. Hugenbergs Zeitungen schießen schärfer gegen den Young-Plan als je und verbreiten Verschwörungstheorien. Ein Attentat …

Teil 4: Das ferne Beben
Im Oktober ziehen dunkle Wolken auf, die Industrieproduktion stockt, der Welthandel beginnt zu lahmen, bei den ersten Banken kriselt es. Die Arbeitslosigkeit steigt, die Regierung ist nach Stresemanns Tod zerstritten. Der Verleger und Politiker Hugenberg macht internationale Verschwörungen verantwortlich für die aufziehende Krise und agitiert mit dem Nationalsozialisten Adolf Hitler gegen die Republik. Josef von Sternberg macht Marlene Dietrich gegen alle Widerstände zur Hauptdarstellerin in seinem neuen Film „Der blaue Engel“. Die UFA engagiert als Komponisten Friedrich Hollaender. …

Teil 5: Die blinde Wut
Anfang November haben zehn Prozent der Wahlberechtigten dem Volksbegehren gegen den Young-Plan zugestimmt, es muss im Parlament verhandelt werden. Der Börsencrash hat Tod und Elend zur Folge. Die Arbeitslosenzahlen steigen, amerikanische Banken ziehen Geld aus Deutschland ab, Unternehmen und Kommunen geht langsam das Geld aus. Zur gleichen Zeit wird Berlin von einem Korruptionsskandal erschüttert.

Teil 6: Die letzte Premiere
Im Dezember scheitert das Volksbegehren gegen den Young-Plan deutlich. Hugenberg scheint geschlagen, die Republik gestärkt. Aber in der Weimarer Republik hat sich eine neue Front gebildet: aus den bürgerlichen Rechten und den Schlägern der NSDAP. Sie sollen für Hugenberg die Drecksarbeit machen. In Thüringen wird mit Wilhelm Frick das erste NSDAP-Mitglied Minister. In Babelsberg enden gleichzeitig die Dreharbeiten für den blauen Engel in Hugenbergs UFA-Studios.


Uitgelichte foto: Martial Lenoir – bron

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