Leer de realiteit onder ogen zien met een “panoramablik” en deze nader te beschouwen in perspectief…
REALITÄTSVERWEIGERUNG HAT
HOCHSAISON
Rob Kenius
German industry and its Governemt is collapsing. Led by a half wit.
France is wracked by social division, crime, and faces a recession led by a deeply unpopular clown.
Meanwhile, the unelected NATO chief, rejected by the Dutch people says Europe needs to spend more on War. pic.twitter.com/UCrT1rCZjI
— Chay Bowes (@BowesChay) November 11, 2024
Fast alle Menschen sind gegen Krieg, wenn man offen mit ihnen spricht, unser Staat aber liefert immer noch Waffen und Geld, um die Ukraine zu befeuern. Das geschieht nicht einfach so nebenbei, wie Herr Scholz es oft dargestellt hat, die Lieferungen haben einen Umfang, der alle anderen Leistungen des Staates blockiert: Zukunftsvorsorge, Verbesserung des Transportwesens, Sozialpolitik, Gesundheitswesen, Bildung. Überall fehlen ein-, zwei- und dreistellige Milliardenbeträge, welche in die Rüstung und Kriegs-Unterstützung fließen. Diese Entscheidung der Regierenden richtet sich ganz offen gegen das reale Interesse der Allgemeinheit. Und wenn die CDU an die Macht kommt, ist keine Änderung zu erwarten.
Seit Jahrzehnten wird die Zerstörung von Umwelt und Lebensraum beklagt und es wird ständig von allen Seiten gefordert, die Entwicklung umzukehren, die Umwelt zu schonen, die Erderwärmung zu drosseln und den Lebensraum für kommende Generationen von Mensch und Tier zu erhalten. Doch die Politik ist dem Primat des Wirtschaftswachstums untergeordnet. Obwohl ein prozentuales Wirtschaftswachstum, nach unausweichlicher Mathematik, in exponentielles Wachstum mündet, welches auf dem begrenzten Planeten Erde nicht realisierbar ist, wird der Fetisch des prozentualen Wachstums beibehalten.
Die Schäden an Umwelt, Klima und Leben sowie die Vergeudung von dringend benötigten Finanzmitteln und die Verschwendung von Energie durch Krieg sind nicht zu überbieten. Trotzdem wird der Krieg von den gleichen Parteien angetrieben, die für Umwelt, Energiewende und soziale Gerechtigkeit eintreten. Diese Entwicklungen widersprechen sich selbst und sie widersprechen der unbestreitbaren Realität. Das wird aber nicht nur von der aktuellen Politik forciert, sondern es wird auch von allen großen Medien in breiter Front befürwortet. Das Ergebnis ist – und es wird durch Meinungsumfragen bestätigt – dass eine Mehrheit der Bevölkerung den falschen Entscheidungen der Regierenden notgedrungen zustimmt.
Diese absurde Widersprüchlichkeit in Denken, Handeln und Bewerten lässt sich mit einem einzigen Schlagwort sehr treffend bezeichnen: Realitätsverweigerung. Obwohl Handeln nur innerhalb der Realität möglich ist, hat sich das Denken von der Realität weit entfernt und nicht nur das Denken, auch die Darstellung in den Medien, die Programme der Parteien und die politischen Entscheidungen.
Der Realitätsverlust wird personifiziert durch die Regierenden. Das gipfelt in der Person von Robert Habeck. Um den Widerspruch zwischen Umwelt- und Klimapolitik auf der einen und den Forderungen der Wirtschaft nach Wachstum und Konsum auf der anderen Seite zu überbrücken, hat man einer einzigen Person, dem gutaussehenden und damals beliebten Robert Habeck beide Ressorts als Doppelminister zugeordnet: Wirtschaft plus Klima.
Das ist eine Form der Realitätsverweigerung wie in einem Theaterstück, einer Tragödie mit unlösbarem Konflikt. Das ist aber kein Fall von Dramaturgie, sondern Regierungspolitik. Man geht den Widersprüchen aus dem Weg, indem man sie in einen einzigen Kopf steckt. Damit ist kein Problem gelöst, sondern die Realität und ihre Widersprüche werden, wie man sagt, verkopft. Herrn Habeck kann man vorhalten, dass er sich darauf eingelassen hat, obwohl er von Wirtschaft keinerlei Ahnung hatte und man hat versucht, seine fragwürdige Position durch den Titel Vizekanzler zu festigen.
Das Umgekehrte wird mit Sahra Wagenknecht praktiziert. Sie hat durch viel Vernunft, Lernfähigkeit und Disziplin in ihrem Auftreten und durch bedachten Redestil den Status einer hochbeliebten Politikerin erreicht, die konsequent eine Politik vertritt, die man früher sozialdemokratisch nannte und auch noch nennen würde, wenn nicht dieses Wort durch die SPD völlig seines Sinns beraubt wäre.
Sahra Wagenknecht hat nicht weniger Substanz und Überzeugungskraft als Angela Merkel und könnte die aktuellen Kanzlerkandidaten Alice Weidel, Friedrich Merz, Olaf Scholz und Robert Habeck an Beliebtheit leicht übertreffen. Aber gerade deshalb hat sie im Wahlkampf sechs Parteien gegen sich: CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke und auch die AfD.
Aber das ist nicht alles an Widrigkeiten, auch die Medien, die öffentlich-rechtlichen Sender und die großen Printmedien wollen verhindern, dass Sahra Wagenknecht in ein Regierungsamt kommt und man wird versuchen, im vorgezogenen Wahlkampf ihre Partei BSW unter die 5% Hürde zu drücken. Die Medien sind bereits voll von Diffamierungen, die sich gegen eine weit zurückliegende Vergangenheit richten, obwohl die Dame noch bis vor einem Jahr Liebling der Talkshows war. Jede der sechs genannten Parteien könnte sich glücklich schätzen, wenn man derartige Wagenknechte anzubieten hätte: überzeugend, konsequent, kompetent und auch beliebt.
Wirkliche Realisten gibt es fast überall, in Handwerk, Wirtschaft, Medizin, auch unter emeritierten Professorinnen und pensionierten Militärs. Damit die Realitätsverweigerung beim Publikum durchgesetzt werden kann, kommen sie in den großen Medien, genau wie in den Parteien, schon lange nicht mehr zu Wort.
Der fatale Konformismus der Medien mit den Regierenden und mit den Interessen der USA bewirkt eine Übermacht der Realitätsverweigerer. Derartiger Realitätsverlust ohne die Medien ist nämlich kaum möglich, das wäre krankhaft. Die Medien sorgen dafür, dass Ideologie, Propaganda und Narrative das Denken beherrschen, sie wollen aus irgendwelchen, hinterhältigen Gründen eine demokratische Meinungsbildung verhindern.
Was tritt dann aber an die Stelle der Demokratie, die ohne den freien Meinungsaustausch nicht möglich ist? Es ist an erster Stelle der uneingeschränkte Einfluss der feudalen Finanzmacht auf die Medien und die Politik, ausgehend von den USA und deren Finanzüberfluss.
Jedes Argument, das mit so viel Geld, Millionen, Milliarden und bald Billionen, unterstützt wird, setzt sich durch, vor allen Dingen da, wo die Strukturen und Machtverhältnisse ungeklärt und unübersichtlich sind: In den USA, in der EU, in der Ukraine, bei den Dschihadisten und überall im Krieg.
Eine vage Hoffnung bleibt, dass der kommende Wahlkampf nach den Festtagen nicht nur auf Plakaten und im Fernsehen stattfindet, sondern auch und überwiegend in den Köpfen der Menschen, die mehrheitlich in der gleichen Realität leben, handeln, leiden und entscheiden.
Rob Kenius hat jetzt den Podcast 9 min Denksport mit 12 Folgen über das Finanzsystem eröffnet.
Auf spotify https://open.spotify.com/show/1l0nCpNcXZmfAIMjwB0tOKund auf kritlit.de https://kritlit.de/ton/9min.htm
BRON
OVERTON – 25 december 2024
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