Korea 1950

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Een kleine kanttekening vooraf. US-generaal Douglas MacArthur was een groot bewonderaar van Adolf Hitler. Interventie van de Britten bij Truman voorkwam dat hij atoombommen tegen China ging inzetten. Dan was de Derde Wereldoorlog een feit geweest. Het enige land dat na de wapenstilstand Noord-Korea, dat volledig in puin lag, hielp was de DDR.
 
 

DER VERGESSENE KRIEG

Karl Grobe

 
Vor 60 Jahren hat ein Krieg begonnen, der bis heute nur durch einen Waffenstillstand abgeschlossen, aber formal nicht beendet ist. Am 25. Juni 1950 fiel die nordkoreanische Armee in Südkorea ein und eroberte bis zum September fast das gesamte Staatsgebiet. Unter UN-Mandat – die Sowjetunion boykottierte die Verhandlungen der Weltorganisation – intervenierten die USA und mit kleinen Kontingenten die meisten Staaten, die West-Bündnissen angehörten. Sie eroberten ihrerseits fast ganz Nordkorea.

Chinesische Truppen, als Freiwillige firmierend, stießen daraufhin bis zu jener Linie vor, die seit 1953 als Waffenstillstandslinie besteht. Eine Million koreanischer und chinesischer Soldaten, 36000 US-Soldaten und wahrscheinlich mehr als drei Millionen Zivilpersonen waren gestorben, als die UN, Nordkorea und China im Juli 1953 den Waffenstillstand unterzeichneten. Südkoreas Alleinherrscher Syngman Rhee verweigerte die Unterschrift.

Am Anfang hatte die Enttäuschung der Koreaner – auf beiden Seiten – gestanden: Das 1905 von Japan besetzte und 1910 völlig annektierte Land gewann seine staatliche Unabhängigkeit nicht zurück, nachdem Tokio kapituliert hatte. Das sollte erst “zu gegebener Zeit” geschehen, so vereinbart in Potsdam 1945. Doch während im Norden koreanische Kommunisten aus dem Exil in China und der UdSSR eine anfangs recht zivile “volksdemokratische” Verwaltung aufbauten, glaubte eine über koreanische Angelegenheiten sehr schlecht informierte US-Militärverwaltung, sich zunächst auf Japan-Kollaborateure stützen zu müssen, ehe sie in dem weit rechts stehenden Nationalisten Syngman Rhee einen geeigneten Repräsentanten meinte gefunden zu haben.

Gegen Rhees Herrschaft entwickelte sich Opposition, und antijapanische Partisanen wandten sich nun gegen Rhee. Das mag der Hintergrund für die Invasion aus dem Norden gewesen sein; der von Stalins UdSSR eingesetzte Kim Il Sung hielt den Süden wohl für revolutionierbar. Dass Rhee in Seoul vor 1950 und – von den USA dann gezügelt – nach 1953 immer mal wieder von der militärischen Befreiung des Nordens sprach, ist die andere Seite der Medaille.

Der für Korea und Japan zuständige US-General Douglas MacArthur stand solchem Denken nicht ganz fern. Zwar war nicht er es, der zuerst laut über den Abwurf von Atombomben auf Nordkorea und Nordostchina nachdachte, aber er steigerte sich in kommisskopf-typische Überlegenheitsvorstellungen hinein und ließ durchblicken, dass er Harry Trumans Regierung für wenig befähigt hielt. Präsident Truman blieb nichts anderes als ihn abzusetzen.

Das nukleare Vernichtungsszenario aber ist bis heute nicht überwunden. Gerade wurden in Washington geheime Papiere aus dem Jahr 1969 hervorgekramt, in denen die Regierung Richard Nixons den Einsatz von einem bis vier Dutzend “taktischen” Atomwaffen gegen Nordkorea erwägen ließ, zur Vergeltung für Provokationen des Nordens.

In Seoul mag man davon nichts mehr hören. Flammt der vergessene sechzigjährige Krieg wieder auf, so werden die 20 Millionen Einwohner der Hauptstadtregion zu seinen ersten Opfern, und die erstaunliche Entwicklung zu einer Wirtschaftsmacht und zur entfalteten Demokratie könnte einen solchen Konflikt nicht überstehen.
 


AUTEUR
Karl Grobe ist freier Autor.


BRON
Frankfurter Rundschau



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